AFCV NRW-Vorstand wiedergewählt

MARL, 20. Februar 2018 – Die Mitgliederversammlung des AFCV NRW hat am vergangenen Samstag den Vorstand für das letztjährige Geschäftsjahr entlastet und anschließend für weitere vier Jahre wiedergewählt.

Verbandspräsident Peter Springwald eröffnete die Versammlung mit der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und begrüßte die 27 Vereinsvertreterinnen und -vertreter in Hamm. In seinem Jahresbericht gab es anschließend viel Lob und auch ein kleines Bisschen Kritik für die Entwicklung des vergangenen Jahres.

Mit einem Wachstum von durchschnittlich 10 Prozent in den vergangenen Jahren gehört American Football direkt nach Judo zu den am meisten wachsenden Sportarten in NRW. Aktuell kommen jährlich drei bis vier neue Vereine hinzu und auch die Zuwächse bei den Passzahlen liegen bei ca. 500 pro Jahr. Im American Football und Cheerleading Verband NRW vereinen sich damit 83 Vereine mit knapp 13.000 Mitgliedern.

„Solche Zahlen sorgen bei den Sitzungen des Landessportbundes regelmäßig für staunende Blicke der Vertreter anderer, etablierter Sportarten“, freut sich Springwald. „Viele andere Verbände klagen nämlich seit Jahren über gleich bleibende oder sogar sinkende Mitgliederzahlen. Hier spiegelt sich direkt die großartige Arbeit wider, die in unseren Vereinen geleistet wird und dafür kann man nicht oft genug Danke sagen.“

Allerdings erreicht der Verband damit auch langsam die Grenzen der Kapazität, die durch rein ehrenamtliche Arbeit noch zu gewährleisten ist.

„Ohne die tolle und umsichtige Arbeit von Michaela Henrich und Christiane Groß in unserer Geschäftsstelle wären wir schon längst nicht mehr handlungsfähig“, lobt Springwald seine fleißigen Helferinnen.

Deutliche Kritik gab es hingegen für das wiederholte Ignorieren von Fristen seitens der Vereine. Zwar habe sich die Zahlungsmoral in Sachen Beiträgen, Lizenzgebühren und Strafen sehr positiv entwickelt, so Springwald, doch das späte Melden von einer ausreichen Zahl an Spielerpässen im Bereich Football sorgt für erhebliche Zeitverzögerungen.

„Alle Vereine stehen uns auf den Füßen und möchten die Spielpläne für ihre Teams bekommen“, sagt Verbandspräsident Springwald. „Die können wir aber nur dann zeitnah erstellen, wenn alle gemeldeten Teams auch spielfähig sind. Hier könnten wir uns alle eine Menge Stress und Ärger ersparen."

In der Tat haben elf Vereine die Frist zur Meldung bisher verstreichen lassen. Die Mitgliederversammlung verlängerte daher das Datum zum Einreichen der Spielerpässe einmalig bis zum 28. Februar.

Das gleiche Datum gilt auch für die Meldung der Mitgliederzahlen beim Landessportbund (LSB), von der die so wichtige Förderung von Vereinen und Verbänden direkt abhängig ist. Hier wird es laut Ankündigung des LSB keine Nachfrist geben!

Das NRW Online-Passmodul, das für eine große Entlastung im Passwesen sorgt, wird bereits auch in anderen Bundesländern genutzt. So werden auch in Niedersachsen, Bayern und Schleswig-Holstein Spielerpässe elektronisch erstellt. Mit Baden-Württemberg und Hessen zeigen sich zwei weitere Landesverbände interessiert.

Mit der geplanten Teilnahme an der Ballsportmesse „BaSpo“ Ende Juni in Dortmund präsentierte Springwald zum Abschluss seines Berichts noch ein spannendes Highlight für die Sportarten Cheerleading und Football in NRW. Hier laufen zurzeit noch abschließende Gespräche mit dem Veranstalter, doch alles deutet darauf hin, dass sich der AFCV NRW dort spektakulär präsentieren kann.

Auswahl und Ausbildung

Im Anschluss blickte Sportdirektor Andreas Kegelmann auf die Arbeit des vergangenen Jahres zurück. Zunächst erinnerte er an das schwache Abschneiden der U17-Auswahl beim Jugendländerturnier 2017. Hier gab es im Anschluss an das Turnier, das mit großem Engagement von den Solingen Paladins ausgerichtet wurde, deutliche Kritik seitens der Vereine, was nicht zuletzt an der großen Zahl verletzter Spieler lag.

„Wir haben kurz nach dem Turnier bereits intensive Gespräche mit der sportlichen Leitung, einigen Vereinsvertretern und der medizinischen Abteilung geführt“, so Kegelmann. „Wir wollten nur das Beste für die Jungs, doch wir wollten wohl zu viel. Hier werden wir in diesem Jahr deutliche Anpassungen vornehmen, um die Spieler besser zu schützen. So wird es unter anderem strikte Pausenzeiten zwischen den einzelnen Maßnahmen geben.“

Die abschließende Vorbereitung der GreenMachine U17 auf das Jugendländerturnier, das in diesem Jahr voraussichtlich in Nürnberg stattfinden soll, wird im Rahmen eines Camps in Kroatien erfolgen. Dort wird auch die U15-Auswahl ihren letzten Feinschliff erhalten, die im vergangenen Jahr ein tolles Spiel beim Länderwettkampf gegen Baden-Württemberg abgeliefert hat.

Die U13-Maßnahme in Wien war, abgesehen von einem geschmacklosen „Scherz“ seitens der österreichischen Gastgeber beim Abspielen der Nationalhymne, ebenfalls ein voller Erfolg.

Abseits des Auswahlbetriebes fand vor kurzem ein Treffen aller Teams statt, die in diesem Jahr Football auch in der Altersklasse U10 anbieten wollen. Bei diesem Planungsmeeting gab es viele spannende Ideen, um die Kids möglichst schnell ans Spielen zu bekommen.

Der Bereich Ausbildung geht im AFCV NRW aktuell durch die Decke. Erstmalig wurden vier Trainerassistenten-Lehrgänge angeboten, die ebenso wie der C-Lehrgang und der 1. Hilfe-Kurs in wenigen Tagen ausgebucht waren. Hier könnten in Kürze knapp 120 Trainerassistenten und 30 C-Trainer ihre Lizenz erhalten.

Auch für die angehenden C-Trainer ist eine Neuerung geplant. Mit einem auf zehn Teilnehmer begrenzten einwöchigen Kompakt-Lehrgang sollen ebenfalls die hervorragenden Bedingungen in Kroatien genutzt werden können.

Mit 90 Teilnehmern war das 1. Senior Talent Development Camp zwar nicht ganz ausgebucht, doch dem Erfolg des Events tat dies keinen Abbruch. Angeleitet von erfahrenen Coaches konnten hier Football-Anfänger eine Menge Wissen sammeln und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Eine Neuauflage im kommenden Jahr ist bereits in Planung.

Schulflagfootball

Den Bereich Schulflagfootball gibt es in NRW bereits seit 20 Jahren und auch hier kann Breitensportdirektor Horst Fernbacher nur Gutes berichten.

„NRW gilt als Hochburg für Schulflagfootball in Deutschland“, so Fernbacher. „Viele Vereine profitieren bereits von der Arbeit, die an den Schulen geleistet wird und bekommen Spieler mit einer soliden footballerischen Grundausbildung.“

Voraussichtlich mit 40 Teams werden die Schulen in NRW in diesem Jahr an den Start gehen. Großer Abräumer 2017 waren die Schleiden Wildcats, die alle Endspielsiege (U15, U17 und German Open) in die Eifel holen konnten.

Für zukünftige Sportlehrer hat der AFCV NRW ein ganz besonderes Angebot: die Referendare bekommen kostenlos ihr eigenes Flagfootball-Set, das sie behalten und mit an ihre spätere Schule nehmen dürfen. So ist gewährleistet, dass die Junglehrerinnen und –lehrer gleich Fahrt aufnehmen und ein neues Schulflagteam gründen können.

Verbandsspielausschuss (VSA)

Stefan Plonka bat die Vereine stellvertretend für den VSA, doch bitte die Fristen einzuhalten. Ebenso wie Peter Springwald appellierte er eindringlich zeitnah die Mindestpasszahlen zu melden, damit der Spielbetrieb endgültig geplant werden kann.

Alle Mannschaften außerhalb des Lizenzbereichs (also alle unterhalb von GFL, GFL2 und GFLJ) werden zukünftig mit dem elektronischen Spielberichtsbogen arbeiten, der aus dem „Gameday“ (Online-Tool) generiert werden kann. Eine Kopie in Schriftform muss aus rechtlichen Gründen allerdings immer noch an die Ligaobleute verschickt werden.

Da es im Verlauf der vergangenen Saison wohl zu Missverständnissen kam, noch einmal der deutliche Hinweis von Stefan Plonka: eine Einladung zum Spiel muss vom gastgebenden Verein immer erfolgen. Neben Datum und Uhrzeit, den Adressdaten und einem Ansprechpartner muss hier auch die Farbe der Spielkleidung des Heimteams genannt sein (optimaler Weise mit einem Foto).

Schiedsrichter

Der letztgenannte Punkt wurde auch von den Schiedsrichtern noch einmal angesprochen. Die Trikotfarben müssen sich deutlich voneinander unterscheiden. Im schlimmsten Falle könnte ansonsten eine Partie gar nicht erst angepfiffen werden. Zur Klärung kann im Vorfeld eine Anfrage an den Schiedsrichter-Obmann Stefan Plonka helfen.

Die NRW-Zebras in der GFL2 werden in diesem Jahr erstmals mit Funkgeräten ausgestattet, was die Kommunikation untereinander vereinfachen und beschleunigen soll. Diese Neuerung wurde auch bereits beim Jugendländerturnier mit gutem Erfolg getestet.

Abschließend ging noch einmal die Bitte an die Vereine, intern weiter Werbung für Schiedsrichter zu machen und Leute zu den Lehrgängen zu schicken. Zwar könnten sich die Vereine durch eine Strafzahlung „freikaufen“, so Plonka, doch „Geld pfeife nun mal keine Spiele“.

Damenfootball

Der Frauenfootball erfährt in NRW einen ebenso erfreulichen Aufschwung, wie der Footballsport bei den Männern. Die Damen werden in diesem Jahr mit insgesamt 16 Teams und voraussichtlich ca. 600 Spielerinnen an den Start gehen. Mit den Cologne Falconets ist erfreulicherweise auch wieder ein Erstligateam mit dabei.

Das Frauenfootballcamp fand im vergangenen Jahr bereits zum sechsten Mal statt und gehört mittlerweile zum festen Bestandteil des Sportkalenders im AFCV NRW.

"Nur wenige Tage nach der Bekanntgabe war das Camp bereits mit 90 Spielerinnen ausgebucht", so die Vorsitzende des Frauenfootball-Ausschusses Anja Wassong.

Eine Neuerung soll es für 14-Jährige Mädchen geben, die in kein älteres Damenteam wechseln können. Sie dürfen in der gemischten U13 spielen, auch wenn sie vorher noch nie gespielt haben. Letzteres war bisher Voraussetzung.

Cheerleading

Den Rückblick auf das Cheerleaderjahr übernahm Verbandspräsident Peter Springwald, da die bisherige Beauftrage Sarah Rau-Patschke überraschend von ihrem Amt zurückgetreten ist. Für sie wird spätestens beim Landes-Cheerleadertag am 15. März eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger gesucht.

Derweil laufen die letzten Vorbereitungen auf die Landesmeisterschaften im Cheerleading und Dance, die am kommenden Wochenende in Mülheim a. d. Ruhr stattfinden, auf Hochtouren. Orga-Chef Uwe Mensch freut sich, dass bereits ein Großteil der Eintrittskarten verkauft ist. Für all diejenigen, die nicht vor Ort mit dabei sein können, wird es einen kostenlosen Livestream aus der Halle geben.

Finanzen

Schatzmeister Michael Schmidt machte dann den Abschluss der Berichte über das abgelaufen Geschäftsjahr und auch er hatte ausnahmslos positive Nachrichten.

„Unser Finanzen sind im grünen Bereich und wir schließen das Haushaltsjahr 2017 wieder mit einem leichten Plus“, so Schmidt. „Auch unsere Beiträge an den AFVD für 2018 haben wir bereits im vergangenen Jahr entrichtet.“

Die Strafzahlungen seitens der Vereine sind für die Saison 2017 erfreulicherweise wieder leicht gesunken. Nachdem auch der Rechnungsprüfer Johannes Leuth keinerlei Beanstandungen an der Finanzführung hatte, wurde anschließend der Haushalt für 2018 verabschiedet und der Vorstand von den anwesenden Vereinsvertretern einstimmig (bei fünf Enthaltungen) entlastet.

Wahlen

Da keine Gegenkandidaten antraten wurde der bisherige Vorstand, bestehend aus Andreas Kegelmann, Peter Springwald, Mechthild Süper, Horst Fernbacher und Michael Schmidt (v.l.n.r.) für weitere vier Jahre wiedergewählt.

Neue Kassenprüfer sind Johannes Leuth und Petra Kroll.

In den Beirat wurden Markus Weyers (Neuss Legions), Karl-Heinz Thöne (Schiefbahn Riders), Wilfried Ziegler (Essen Assindia Cardinals), Petra Kroll (Düsseldorf Panther) und Axel Höpfner (Brilon Lumberjacks) gewählt.

Verschiedenes

Zum Abschluss wurde noch darum gebeten, die Obergrenze im U13 von 35 Spielern abzuschaffen, wenn es keine 11er-Liga in dieser Altersklasse gibt. Weiterhin wurde vorgeschlagen, die Sidelinepässe zukünftig auch über das Online-Passmodul generieren zu können.

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PräsidiumPräsident: Peter Springwald
Vizepräsidentin: Mechthild Süper
Sportdirektor: Andreas Kegelmann
Breitensportdirektor: Horst Fernbacher
Schatzmeister: Michael Schmidt
Pressesprecher: Andreas Heinen
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