Ausführlicher Spielbericht Baden-Württemberg Lions gegen NRW Green Machine

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Ausführlicher Spielbericht Baden-Württemberg Lions gegen NRW Green Machine
2. Halbzeit
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Gegen Mitternacht verließen die ersten Spieler aus Paderborn und Bielefeld ihre Heimat um zum Treffpunkt für die Busreise nach Holzgerlingen zu gelangen. Etwa 4 Stunden später waren die ca 60 Spieler, Coaches und Betreuer eingesammelt und machten sich auf in Richtung Holzgerlingen.

Entgegen aller Ratschläge der Coaches wurde auf dem Hinweg leider nicht wirklich viel geschlafen, was sich auf die Konzentration im Spiel auswirken sollte. Das Betreuerteam versuchte alles, um die Spieler möglichst fit in Holzgerlingen ankommen zu lassen. Eine Stunde vor dem Ziel wurde eine Autobahnraststätte kurzfristig zum Trainingsplatz umgewandelt um die Spieler schon mal ein wenig auf Betriebstemperatur kommen zu lassen. Nach einem von der Familie Form vorbereiteten Frühstück und der Vergabe der Jerseys ging es dann auf die letzte Etappe. Nach einer Gesamtreisedauer von nahezu 12 Stunden für einige Spieler erreichte das Team den Platz in Holzgerlingen und bereitete sich auf das Spiel vor.

 

Nachdem die letzten Spieler nach Ermahnung der Refs beim Equipment-Check bei Doc-A Sports, dem Ausrichter des Spiels, ihre Ausrüstung vervollständigt haben, konnte es dann losgehen. Baden-Württembergs Angriff begann das Spiel, konnte aber keine nennenswerte Aktion erzielen. Der Punt von Auries Adegbesan wurde perfekt auf die 5yds Linie platziert, sodass die Green Machine Offense erstmal mit dem Rücken zur Wand starten musste.

Beim 3/12 von der eigenen 3yds Linie zeigte Quarterback Joao Krapohl zum ersten Mal sein Können. Mit einem wunderschönen Pass über ca 50yds fand er Wide Receiver Jerome Vollborn, der den Ball in die Endzone bringen konnte. Hervorzuhaben ist dabei, dass beide dem ´94er Jahrgang angehören und im nächsten Jahr noch einmal U16 spielen können. Der Extrapunkt-Versuch von Sven Bordihn war erfolgreich, und somit ging die Green Machine recht früh mit 7:0 in Führung.

Doch direkt im Anschluss folgte der Supergau. Der Kick Off von Sven Bordihn wurde über 89yds durch Marc Regner zurückgetragen. Mit erfolgreichem Kick von Auries Adegbesan stand es somit direkt im Anschluss 7:7. Und auch der nächste Kick Off Return endete mit einem fatalen Ergebnis. Linebacker Flamur Reka returnierte einen Kick über 40yds zur eigenen Sideline. Da er sich beim Tackling sicher im Aus wähnte, verletzte er sich beim Hit out of Bounds, welcher ihn bis unter den Getränketisch schleuderte. Mit Flamur fiel somit nicht nur der Anker der Linebacker-Reihe aus, aus gesundheitlichen und Verletzungsgründen dezimiert, war kein Linebacker mehr im Kader übrig. Somit musste Defense Coordinator Matthias Szymanski bereits früh im Spiel damit beginnen, Defense Liner auf den freien Linebacker-Spot zu rotieren. Direkt darauf folgte der nächste Rückschlag. Quarterback Joao Krapohl blieb nach einem Blindside-Sack verletzt auf dem Feld liegen. Der freie Ball wurde von BaWü recovered.

NRWs Defense hielt dennoch stark zusammen. Durch Stops von Sascha Haibach (LB), Gabriel Santos (LB) und Pascal Gräber (DL) musste BaWü erneut punten. Erneut war es Punter Auries Adegbesan, der NRW mit seinem Punt an der eigenen 5yds Linie festsetze.

Mit dem Seitenwechsel konnte NRW zwar den Ball über Running Back Marius Pohle bewegen, jedoch scheiterte man nach zwei First Downs an der BaWü Defense. Der Punt von Justin Wiedelbach konnte jedoch nach einem Muff der BaWü Lions von der Green Machine gesichert werden. Die Coaches entschieden sich, QB Joao Krapohl wieder aufs Feld zu schicken um zu sehen, wie er den Hit weggesteckt hat. Joao war cool wie immer und platzierte den Bubble-Screen auf Niklas Eggeling perfekt, sodass Niklas über 29yds die Führung für NRW zurückholte. Der Longsnap beim Extrapunkt missglückte, Zwischenstand 13:07 für NRW.

Nun folgte Licht und Schatten. Erst konnte NRW den BaWü Angriff souverän stoppen, fing sich dann aber nach einem 50yds Pass von Lukas Hegemann ein Big Play der Lions ein. Im nächsten Spielzug konnte Defense End Pascal Gräber den Ball aus den Händen des RBs herausschlagen, aber den frei vor ihm rollenden Ball nicht recovern. So ging es weiter. Auf jeden Stop folgte ein durch verpasste Tackles ermöglichtes Big Play. An der eigenen Goalline konnten Safety Enrico Bösl und Linebacker Michael Sieger erneut einen Ball freischlagen. Linebacker Gabriel Santos hatte beinahe freie Bahn, konnte dann aber den freien Ball nicht in den Händen kontrollieren, sodass BaWü erneut in Ballbesitz blieb. Die daraus immer hektischer werdende Defense ließ dann einen 20yds TD Pass von Lukas Hegemann auf Auries Adegbesan zu. Der PAT wurde verwandelt, somit stand es 14:13 für die gastgebenden Lions.

Viel Zeit blieb in der ersten Halbzeit nicht mehr. Der Pass von Quarterback Viktor Löwen auf Tobias Bögel wurde getipped, und von Lions abgefangen. Das Momentum war auf Seiten der Lions, zu viele Rückschläge wurden bereits hingenommen, sodass es kaum überrascht hat, dass nach zwei Versuchen erneut die Kombination Hegemann/Adegbesan aus ca 30yds erfolgreich war. BaWü ging mit 21:13 in Führung. NRW benötigte nun etwas Aufwind, damit das Spiel nicht ganz aus den Händen gegeben werden würde.

Nach einigen Unkonzentriertheiten der Lions und den daraus resultierenden Strafen kam die Schlüsselszene des 2. Quarters. QB Viktor Löwen hatte die Green Machine bis an die gegnerische 30yds Linie geführt. NRW hatte keine Timeouts mehr, und es waren noch ca 15 Sekunden zu spielen. Beim 3. Versuch entschied sich HC/OC Marcel Seidel einen tiefen Pass zu werfen. „Der Plan war, entweder mit dem Pass zu scoren, oder im 4. Versuch bei auslaufender Uhr ein Field Goal zu versuchen. Kicker Sven Bordihn hatte beim WarmUp die Reichweite dafür.“ Der Pass von Viktor Löwen auf Michel Gißke wurde an der 2yds Linie gefangen. Zwar hielt die Uhr für einen First Down an, allerdings hätte die Zeit bis Ballfreigabe sicherlich nicht gereicht um das Field Goal Team konzentriert aufzustellen. Doch auf dem Feld lag eine Fahne. Bevor Hektik ausbrechen konnte, besonnen sich die Coaches, dass – auch wenn das Foul für Defense Pass Interference abgelehnt werden würde – der Schiedsrichter sicherlich noch mal 20-30 Sekunden brauchen würde, um die Strafdurchführung anzusagen. Somit nahm man sich Zeit, stellte die Goalline Offense auf, die – weil ohne Quarterback und mit 8 Offense Linern sicherlich etwas unkonventionell – BaWü an der eigenen Endzone mit dem Druck des letzten Plays vor Schwierigkeiten stellen sollte.

So war es dann auch, sodass Marius Pohle, der den Longsnap annahm, aus 2yds mit auslaufender Uhr die Endzone fand. Leider wurde die Conversion Zentimeter vor der Goalline gestoppt, sodass NRW zur Halbzeit einem 21:19 Rückstand hinterherlaufen musste.

In der Halbzeitpause mussten einige Wunden geheilt werden. Viele Spieler waren aufgrund des stumpfen Kunstrasens mit Rückenschmerzen angeschlagen. Neben den Linebackern wurden nun auch das Receiver-Corps und die Defense Backs zum Sorgenkind. Die Coaches-Ansprachen zielten somit auch besonders darauf ab, dass man nun die Zähne zusammenbeißen müsse.



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